Alkoholprobleme?
Wir
leben in einer Alkoholgesellschaft. Es gilt als normal, zur
„Entspannung“ ein „Bierchen“ oder ein „Weinchen“ zu
trinken. Viele Menschen behaupten, sie trinken Alkohol, weil er Ihnen
so gut schmeckt, oder weil sie sich etwas gönnen wollen, oder
weil er doch zu einem guten Essen einfach dazu gehört.
Nur
die wenigsten gestehen sich ein, dass es nicht mehr wirklich ohne
geht. Sie versuchen sich z.B. selbst davon zu überzeugen, dass
sie nicht abhängig sind: Indem
sie „kontrolliert“ trinken: Etwa tagsüber nicht, sondern
erst nach Feierabend, oder dass sie nur Wein trinken („keine harten
Sachen“) oder dass sie nur trinken, weil der Partner/die Partnerin
sich unfreundlich verhalten hat. Oder dass doch jeder ein Laster habe
und sie halt mal mehr trinken als gut ist. Oder dass „man“ den
Stress sonst nicht durchhalten könne. Oder dass man doch auch
mal „einen drauf“ machen möchte.
Bedenken
Sie, dass Sie damit zu einer sehr großen Gruppe erfolgreicher,
kreativer, sensibler Menschen gehören, deren Kollegen, Freunde
und Bekannte vielleicht sagen würden: „Du? Ein Problem mit
Alkohol? Unsinn, nicht mehr als jeder andere auch…“
Vielleicht
können Sie sich zunächst ein Leben ohne Alkohol gar nicht
vorstellen, Sie fürchten, ein alkoholfreies Leben führen zu
„müssen“ ohne Alternative, freudlosen Verzicht üben zu
müssen.
Je
eher Sie beginnen, an Ihrem Alkoholproblem zu arbeiten, umso größer
ist Ihre Chance, ein Leben ohne Folgeschäden führen zu
können.
Wir
haben einige Fragen u. a. von Prof. E. M. Jellinek (nach einem
Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO von) für Sie
ausgewählt:
-
Versuchen Sie regelmäßig mit Hilfe von Alkohol Entspannung zu finden?
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Ist Alkohol für Sie ein „Problemverdränger“?
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Versuchen Sie Einsamkeitsgefühle durch Alkohol zu überwinden?
-
Haben Sie Gedächtnislücken nach starkem Trinken?
-
Verbergen Sie manchmal Alkoholgenuss?
- Hat sich Ihre Alkoholverträglichkeit geändert?
- Denken Sie häufig an Alkohol?
- Trinken Sie die ersten Gläser hastig?
- Haben Sie wegen Ihres Trinkens manchmal Schuldgefühle?
-
Vermeiden Sie in Gesprächen Anspielungen auf Alkohol?
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Haben Sie nach den ersten Gläsern ein Verlangen, weiterzutrinken?
- Gebrauchen Sie besondere Begründungen, warum Sie trinken?
- Finden Sie sich irgendwie bemitleidenswert?
-
Sind äußere Umstände oder Personen schuld an Ihrem Alkoholkonsum?
- Haben Sie einen Interessenverlust an anderen Dingen (als an Alkohol) bemerkt?
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Versuchen Sie periodenweise völlig abstinent zu leben?
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Haben Sie ein Trinksystem versucht (z.B. nicht vor bestimmten Zeiten zu trinken?
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Haben sich Veränderungen im Familienleben, in den Beziehungen zu Freunden und Verwandten ergeben?
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Richten Sie Ihre Arbeit und Ihren Lebensstil auf den Alkohol ein?
- Ein bisschen?
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Neigen Sie dazu, sich einen Vorrat an Alkohol zu sichern?
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Vernachlässigen Sie Ihre Ernährung?
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Trinken Sie manchmal schon am Morgen?
- Trinken Sie öfter mit Personen, die weit unter Ihrem Niveau stehen?
- Beobachten Sie morgendliches Zittern oder Schwitzen?
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Haben Sie Durchschlafstörungen?
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Haben Sie Freunde, Kollegen, Vorgesetzte auf Ihren Alkoholkonsum angesprochen?
- Können Sie mit Alkohol in bestimmten Mengen besser denken und arbeiten?
Auswertung:
Auch wenn Sie bei ehrlicher Selbstprüfung sagen können,
dass es so schlimm doch gar nicht sei, bedenken Sie, dass auch schon
bei der Beantwortung von einigen Fragen mit „ja“ Tendenzen
sichtbar werden, dass Sie sich auf Dauer sehr schädigen
könnten. Gratulieren
Sie sich zu Ihrem Mut, diesen Fragebogen ehrlich zu beantworten –
und haben Sie nun
den Mut, etwas zu unternehmen!